Warum Bio-Baumwolle?

Warum Bio Baumwolle?

Beim Anbau von konventioneller Baumwolle werden so viele Pflanzengifte eingesetzt wie bei keinem anderen landwirtschaftlichen Anbauprodukt.

Pro Saison wird Baumwolle durchschnittlich 20-25 mal mit verschiedenen Ackergiften besprüht, außerdem werden zur maschinellen Ernte hochgiftige Entlaubungsmittel wie z.B. Roundup eingesetzt.

Für Transport und Lagerung werden nochmals große Mengen Chemie verwendet um die Baumwolle vor Schimmel und Schädlingen zu schützen.

Nach Schätzungen einiger Organisationen sterben weltweit pro Jahr ca. 20 000 Menschen (vor allem Kinder) durch Pestizidvergiftungen beim Baumwollanbau.

Beim Anbau von Bio Baumwolle ist der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln verboten. Weiterhin dürfen keine Entlaubungsmittel eingesetzt werden, deshalb wird die Baumwolle von Hand geerntet.

Warum GOTS?

Leider hilft auch der Kauf eines Bio Baumwoll T-Shirts, z.B. beim Discounter wenig, da auch bei der Weiterverarbeitung der Baumwolle große Mengen von Chemikalien für das Färben und Ausrüsten eingesetzt werden. Der Begriff der Bio Baumwolle ist auch nicht geschützt und wird nicht kontrolliert.

Hier geben nur weiterreichende Textilsiegel wie z.B. GOTS (Global Organic Textile Standard) Sicherheit, da die gesamte Herstellungskette -vom Anbau der Baumwolle über den Transport bis zum Verkauf des fertigen Kleidungsstücks- kontrolliert wird.

Auch die Arbeitsbedingungen und Sozialstandards werden bei allen Schritten bis zum fertigen Teil genauestens überprüft. Auch „Enfant Terrible“ ist GOTS zertifiziert- Nachhaltigkeit steht in allen Belangen an erster Stelle.

Informationen über die Richtlinien des GOTS findet man unter http://www.global-standard.org/de/.


Über uns

Enfant Terrible ist ein Stuttgarter Design Label für hochwertige Bio-Kindermode. Unsere Kollektion wird aus GOTS kontrollierter Bio-Baumwolle in der Türkei  hergestellt.


Wie kam es zur Gründung von "Enfant Terrible"?


Als Mutter von zwei Kindern bin ich stets auf der Suche nach Bio-Baumwoll Kleidung, die aber nicht typisch "öko" aussieht.


Leider gibt es bisher sehr wenig in diesem Bereich und so entschloß ich mich, meine 13-jährige Modedesign Erfahrung aus dem DOB (Damen Oberbekleidung) Bereich zu nutzen, und eine eigene Firma zu gründen.


An wichtigster Stelle steht für mich, daß die verwendeten Materialien GOTS (näheres hierzu: www.global-standard.org/de)  zertifiziert sind und daß ich auch persönlich einen Einblick in die Arbeitsbedingungen meiner Lieferanten habe.


Ich arbeite mit mehreren Produzenten in der Türkei (in Istanbul und Izmir) zusammen, die ich regelmäßig persönlich besuche, um mir ein Bild von den Arbeits- und Produktionsbedingungen vor Ort zu machen.


Beim Anbau der Baumwolle wird nur organischer Dünger und natürliche Schädlingsbekämpfung eingesetzt; keine Pestizide oder künstliche Düngemittel.


Geerntet wird die Baumwolle von Hand.


Der Produzent in Istanbul hat eine eigene Baumwollspinnerei, wo aus den Baumwollflocken das Garn hergestellt wird. Dort wird schon seit 1999 Bio Baumwolle produziert, außerdem war er der erste fair trade zertifizierte Produzent der ganzen Türkei. 

In der Strickerei werden die Garne zu T-Shirt und Sweatshirtstoff verstrickt. Diese werden auf mechanisch-thermischem Wege veredelt.

Die verwendeten Farbstoffe sind ungiftig und -laut GOTS Richtlinien- wird ohne Schwermetalle, Beschwerungsmittel, Komplexbinder und Formaldehyd in einem Wasser-Farbstoffbad gefärbt. Die Abwärme des zum Färben benötigten warmen Wassers wird wiederum zur Stromgewinnung verwendet.

Die Weiterverarbeitung zu Kleidungsstücken erfolgt unter Einhaltung strenger sozialökonomischer Richtlinien, die z. B. die Arbeitszeiten sowie faire Löhne garantieren.

Um ganz sicher zu gehen, daß sich auch wirklich keine Schadstoffe in den "Enfant Terrible" Kleidern befinden, lasse ich sie zur Kontrolle bei einem unabhängigen Institut testen.

 


Die Arbeitsbedingungen in der Türkei  kenne ich seit vielen Jahren. Der Produzent, mit dem ich zusammenarbeite ist außerdem GOTS, Fair Trade und  BSCI zertifiziert (https://www.bsci-intl.org/about-bsci), d.h. er hat sich zur Einhaltung sozialer Standards verpflichtet, die zum Beispiel Zwangsarbeit oder Kinderarbeit ausschließen.


Leider ist dies in der Textilindustrie keine Selbstverständlichkeit.


Wichtig ist aber auch, daß ein Produkt entsteht, das wirklich "spieltauglich", ist; das "alles mitmacht" und trotzdem gut aussieht.